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Posts Tagged ‘Weihnachten’

Jingle bells,

spirit sells,

my money is away.

I will get some bullshit too,

´n dispose it anyway…

Jedes Jahr wieder, kommt eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit, der Wärme und Geborgenheit, eine Zeit in der niemand alleine ist und auch keiner alleine sein will. In dieser Zeit werden unsere Häuser und Strassen, die Einkaufszentren und Geschäfte, ja beinahe jeder Hundehaufen verziert und bekommt eine Weihnachtsdekoration übergeworfen, welche möglichst auffällig in grellen, im Auge schmerzenden, Farben leuchtet, blinkt und glitzert. Nachdem der Nachbar heuer einiges an Deko-Materialien dazugekauft hat, so wie jedes Jahr, bleibt auch mir nichts anderes übrig als den Kram vom Vorjahr durch eine doppelt so schrille Anlage zu wechseln, was nicht nur die Weihnachts-Deko-Verkäufer freut sondern auch meinen Stromanbieter. Zumindest zum missfallen der ganzen Nachbarschaft.

Um in dieser Zeit wirklich in mich zu gehen und Ruhe zu finden nehme ich immer ein ca. 3 Wochen andauerndes Bad – in hochprozentigem Alkohol. Da verfliegt die nervende, gar nicht so ruhige, mit Stress, Suizid und Magengeschwüren in Verbindung stehende, Vor-Weihnachtszeit wie im Schlaf und man ist am 24. Dezember allen schon mal einen Schritt vorraus. Und da der 24. Dezember ein Tag voller Ereignisse ist die man (spätestens nach dem 15  Geburtstag, [circa]) nicht mehr vergessen will/kann hab ich mal so eine typische „Ovarkill´sche Weihnacht“ in Worten auf, naja.., Papier festgehalten.

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Argh, würg, krächz, heul!

Nachdem ich meinen Körper, den ganzen Advent lang, in Schnaps eingelegt habe bin auch ich vorbereitet für den „Heiligen Abend“. Nur noch den Rest vom hochprozentigen Gesöff aus den Gehörgängen geklopft und ich bin endgültig bayreuth.

La buveuse ("The Hangover") von Toulouse-Lautrec

Ein besoffenes Lächeln aufgesetzt (mit Links), die Blockflöte in der Hand, wie immer gefüllt mit N2O, steh ich nun zusammen mit dem ganzen Rudel, rund um den, extra für diesen Anlass gefällten, Tannenbaum und warte auf meinen bewusstseins-betäubenden Einsatz. Natürlich hab ich vorher noch meine letzten Valium-Vorräte in die Bowle geworfen und ordentlich umgerührt, dass merkt man dem einen oder anderen bereits an.

Meine Großmutter, die schon bevor sie mein Vater abholt, 1 Flasche Sekt und 1,5 Flaschen Wein verputzt, hängt schon mehr oder weniger bewusstlos über dem Adventkranz und meine lesbischen Tanten haben beim Armdrücken am umgekippten Fernseher die Bildröhre (Ja sowas gibts hin und wieder noch) zertrümmert und die Splitter sind im ganzen Raum verteilt. Das wurde meinem Großvater zum Verhängnis, denn als er, wie alle 15 Minuten, zum „Hitler-Gruß“ aufspringt rammt er sich einen Splitter durch die rechte Sohle etwa 7 cm in den Fuss. Somit hat sich einer schon mal selbstständig ruhig gestellt.

Man kann zusehen wie sich die „Verwandten“ Schluck für Schluck in Baby-Velociraptoren verwandeln. Wer in der Schule aufgepasst hat (oder !Hangover gesehen hat,Minus, setzen!), der weiss dass Diazepam gemischt mit Alkohol stark sedierend wirkt (Geheimtip für Weihnachten und Co.), der wär bestimmt gern dabei wenn meine Oma mich bittet (ich kann es an ihren eigenartigen Armbewegungen und dem tiefen Stöhnen erahnen) mein Weihnachtslied zu trällern.

Die ersten 2 Töne  meiner, mit Lachgas präperierten, Blockflöte sind das Letzte an das ich mich erinnern kann, denn nach dem 2. Ton bin ich vornüber geradeaus in den, wie jedes Jahr, mit hässlichem Lametta überhangenem und mit brennenden kleinen Kerzen und angezündeten „Sternspritzer“ bestücktem, Weihnachtsbaum gekippt. Seit diesem, nennen wir es mal, „Vorfall“, spielen diese 2 Töne in meinem Körper „Versteckfangen“ und da ich sie weder lokalisieren noch fangen kann hab ich mich damit abgefunden jedes mal zu kotzen wenn ich einen dieser beiden Töne höre.

Der Weihnachtsabend war gerettet denn als ich wieder zu Sinnen kam brannte auch schon das halbe Wohnzimmer (und mein linkes Auge in dem noch ein Rum-Fläschchen klebte). Ich wurde zum Glück von meinem trinkfesten Onkel, übrigens ein alter Weihnachtsabend-II-Veteran, aus dem Christbaum gezogen und liebevoll in den kalten Schnee (Oh toll, weiße Weihnachten) gestoßen.

Leider haben meine Tanten meine versteckte Kamera gefunden und somit kann ich euch kein Weihnachtsabend-Highlight-Special zeigen, aber das Video meiner Tanten würd bestimmt einigen „Weirdos“ gefallen. Also für mich war es wieder ein gelungener Heiliger Abend, und jetzt habe ich wieder 360 Tage Zeit (also ich glaub den Majas und ihren Anhängern kein Wort) um mir etwas eindrucksvolles einfallen zu lassen.

Und nachdem Weihnachten für dieses Jahr so gut wie erledigt ist bleibt nur noch eine Woche voller sinnlosem Geballere zu bewältigen aber dazu werde ich am besten Joint Venture zitieren:

Wenn ich abends den Fehler begehe, einen zuviel zu heben,
und am Morgen zu früh in den Spiegel reinsehe, dann mag ich nicht mehr leben.
Dann fühl ich mich widerlich, die Augen blutig unterlaufen,
und ich denk mir, wer morgens so schaut wie ich, der muß am Abend saufen.

Also auf eine weitere Alkoholvergiftung, einen blöden Grund wieder saufen zu müssen, auf dass man diese schrecklichen, traumatisierenden Ereignisse verdrängt um später, wenn man genug dieser stresserfüllten Veranstaltungen mitgemacht hat, sein Erinnerungsvermögen endgültig vom 4. Stock stößt um nie wieder damit konfrontiert zu werden.

Möge unsere Leber diese Zeit noch viele Jahre durchstehen….

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via blogpocketologia auf tumblr

DANKE LIEBES TITANIC TEAM,
so komme ich über die Runden,

Die ultimative Weihnachts-Survival-Methode

* Ausreichend Schnaps mit sich führen
* Immer dann,

    o wenn man ein Lachen über einen Witz des Vaters vortäuschen muß
    o wenn sich ein Kind auf der Blockflöte verspielt
    o wenn die Großmutter alle überreden will, mit in die Christmette zu gehen
    o wenn jemand davon schwärmt, wie schön Weihnachten noch war, als diese oder jener noch lebten

    o wenn jemand vorschlägt, daß man diese Schenkerei doch abschaffen sollte
    o wenn die Mutter anmahnt, man solle nicht soviel Schnaps trinken

einen Schnaps trinken

* Den Mittelteil problemlos vergessen

* Am nächsten Tag alles auf den Schnaps schieben

* (Extratip für Ehepaare mit getrennten Feiern und Kinder geschiedener Eltern: Guter Wodka ist verträglicher – so läßt sich die Methode ein weiteres Mal anwenden)

Ich werde mir diesen „Survival-Guide“ zu Herzen nehmen und es zu Silvester, Ostern, Geburtstagen, Hochzeiten, Scheidungen, Begräbnissen, Geburten, Taufen, Evaluierungen aller Art, Besuchen bei Bekannten/Verwandten/Freunden/Feinden, und allen anderen Gelegenheiten auch anwenden, so ist die ganze Folter erträglicher und all dem wird ein schnelles Ende gesetzt.

Auf einen langsamen und schmerzvollen Tod, oder macht euch das Leben so wie es euch gefällt und lasst euch nichts aufzwingen…

Zum Abschluss gibts noch ein Lied vom Söllner welches ein Hammer ist da es den Nagel auf den Kopf trifft:

Nachtrag, dass passt auch noch:

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In einer Zeit in der Ruhe und Besinnung das A und P einer gesunden und langen Lebensweise sein sollten herrschen Stress und Anspannung. Vor allem jetzt, in der sogenannten „Weihnachtszeit“ wo doch alles so wundervoll und überaus entzückend Dekoriert ist, die fleissigen Arbeiter extra Überstunden machen nur damit unsereiner in innerster Gelassenheit und voll von Freude durch die Strassen schlendern und für seine Liebsten eine kleine Aufmerksamkeit besorgen kann, trügt der Schein. Depressionen, Selbstmorde, Autounfälle, Magengeschwüre und etliche andere weihnachtliche Begleiterscheinungen werden gekonnt verdrängt, Bäume abgeholzt mit Kunststoffen überschüttet und das alles damit sie 1 Monat später auf den Strassen liegen. Wie ich soeinen sinnlosen, verschwenderischen, selbstzerstörenden Akt der Verzweiflung verabscheue. Und über Silverster will ich gar nicht reden.

 

ps.: heuchlerisch wollte ich noch einbauen.

Aber zum Glück gibt es Leute die sich auf grandiose Weise damit auseinander setzen und den Leuten ein bisschen Ruhe in die rauchenden Schädel schweigen.

Dreamteam Harald Schmidt und Helge Schneider machens vor, ich mache es nach (und allen Anderen schadet es acuh nicht).

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